Hoffnungsträger Stiftung

Plattform zur digitalen Koordination von Sprachmittler-Einsätzen

Konzeption und Entwicklung einer digitalen Plattform zur Vermittlung von Sprachmittler:innen zwischen Behörden, sozialen Einrichtungen und Menschen mit Unterstützungsbedarf. 

Projektkontext

Die Hoffnungsträger Stiftung unterstützt Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte bei Integration, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist die Organisation von Sprachmittler:innen, die Gespräche zwischen Behörden, Schulen, medizinischen Einrichtungen und Menschen mit begrenzten Deutschkenntnissen ermöglichen. 

Die Koordination dieser Einsätze ist organisatorisch anspruchsvoll: Termine müssen angefragt, passende Sprachmittler:innen gefunden, Einsätze dokumentiert und anschließend korrekt abgerechnet werden. Gleichzeitig müssen unterschiedliche Nutzergruppen – von Behördenmitarbeitenden bis hin zu ehrenamtlichen Sprachmittler:innen – mit dem System effizient arbeiten können.  

Ziel des Projekts war es, eine digitale Plattform zu entwickeln, die diese Abläufe strukturiert abbildet, administrative Prozesse automatisiert und eine transparente Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ermöglicht.   

Architekturansatz

Die Plattform wurde als modulare Anwendung konzipiert, bei der mehrere spezialisierte Nutzeroberflächen auf eine zentrale Systemlogik zugreifen. 

Kern der Lösung ist ein Backend-System mit standardisierten Schnittstellen, dass die Geschäftslogik sowie die Datenverwaltung übernimmt. Auf dieser Grundlage greifen verschiedene Anwendungen auf dieselben Prozesse und Daten zu. 

Dazu gehören: 

Durch diese Architektur bleiben Daten konsistent und aktuell, während gleichzeitig unterschiedliche Nutzergruppen mit jeweils passenden Interfaces arbeiten können. Neue Funktionen oder zusätzliche Nutzergruppen lassen sich dadurch strukturiert in das System integrieren.   

Plattformfunktionen

Im Mittelpunkt der Plattform steht ein digitaler Vermittlungsprozess, der mehrere Schritte automatisiert miteinander verbindet. 

Auftraggebende können über das Web-Frontend einen neuen Termin anlegen, indem sie Datum, Ort und benötigte Sprache definieren. Das System identifiziert daraufhin passende Sprachmittler:innen und informiert diese automatisch über eine Buchungsanfrage. 

Sprachmittler:innen erhalten die Anfrage direkt über ihre mobile Anwendung und können den Einsatz mit wenigen Klicks annehmen oder ablehnen. Sobald ein Termin bestätigt wurde, erscheinen alle relevanten Informationen in den jeweiligen Dashboards der Beteiligten. 

Am Einsatztag dokumentieren Sprachmittler:innen ihre Arbeitszeit über eine integrierte Check-in- und Check-out-Funktion. Auf Basis dieser Daten erstellt das System automatisch eine Abrechnungsübersicht, die anschließend durch die Auftraggebenden geprüft und freigegeben werden kann. 

Ergänzend enthält die Plattform Funktionen zur Qualitätssicherung, beispielsweise ein Feedbacksystem für abgeschlossene Einsätze sowie Verwaltungsfunktionen für die Stiftung zur Nutzerprüfung und Prozesssteuerung.   

Sicherheit und Betrieb

Da über die Plattform personenbezogene Daten verarbeitet werden, wurden Datenschutz und IT-Sicherheit von Beginn an als zentrale Anforderungen berücksichtigt. 

Die Anwendung arbeitet mit verschlüsselter Kommunikation, klar definierten Rollen- und Zugriffsrechten sowie einer strukturierten Datenhaltung. Dadurch wird sichergestellt, dass Nutzer:innen ausschließlich auf die Funktionen und Informationen zugreifen können, die für ihre jeweilige Rolle vorgesehen sind. 

Zusätzlich wurde die Plattform so konzipiert, dass sie zuverlässig betrieben, überwacht und bei steigender Nutzung flexibel erweitert werden kann.   

Ergebnis

Mit der neuen Plattform erhält die Hoffnungsträger Stiftung ein strukturiertes System zur digitalen Koordination von Sprachmittler-Einsätzen. 

Die automatisierte Vermittlung, digitale Zeiterfassung und integrierte Abrechnung reduzieren administrative Aufwände erheblich und schaffen gleichzeitig Transparenz über alle Einsätze und Prozesse. 

Die modulare Architektur ermöglicht es zudem, die Plattform künftig auf weitere Regionen, zusätzliche Sprachen oder neue Nutzergruppen auszuweiten. Damit bildet das System eine langfristige technologische Grundlage für die weitere Digitalisierung der Sprachmittler-Vermittlung. 

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